
LOOBesity
Stress und Adipositas - ein Gesundheitsrisiko
Problem: Ein veränderter Glukokortikoid-Stoffwechsel erhöht das Risiko für metabolische und kardiovaskuläre Begleiterkrankungen bei Menschen mit Adipositas.
Ziel: Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien für Patientinnen und Patienten mit Adipositas und spezifischen metabolischen Risikoprofilen.
Stoffwechsel/Energiehaushalt
LOOBesity einfach erklärt
Stress und Adipositas: Ein unterschätztes Risiko
- Erforscht den Zusammenhang zwischen Stresshormon-Stoffwechsel und Adipositas
- Entwickelt personalisierte Therapiestrategien statt reiner Kalorienbetrachtung
- KI-gestütztes Entscheidungshilfe-System für GLP-1-Therapien bereits im Einsatz am USZ
- Neue CT-Methode misst Aktivität von braunem Fettgewebe – kostengünstiger als PET
Adipositas ist eine weitverbreitete chronische Erkrankung, die häufig mit Bluthochdruck, Diabetes und weiteren metabolischen Komplikationen einhergeht. Lebensstilbasierte Interventionen zeigen oft keine nachhaltige Wirkung, und therapeutische Entscheidungen basieren bislang nur begrenzt auf verlässlichen Prädiktoren für das individuelle Therapieansprechen.
LOOBesity verfolgt einen präzisionsmedizinischen Ansatz, um diese Lücke zu schliessen. Im Fokus stehen Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Glukokortikoid-Stoffwechsel – ein Muster, das häufig mit chronischem Stress zusammenhängt und mit einem erhöhten Risiko für Begleiterkrankungen verbunden ist. Ziel ist es, durch die Kombination molekularer, bildgebender und datengetriebener Analysen individuelle Risikoprofile zu erstellen und daraus personalisierte Behandlungsempfehlungen abzuleiten.
Bedeutung für die medizinische Forschung
LOOBesity stärkt Zürich als Forschungsstandort im Bereich der klinischen Adipositasforschung und der Präzisionsmedizin bei metabolischen Erkrankungen. Das Projekt zeigt, wie sich präzisionsmedizinische Ansätze durch die Integration klinischer Daten, molekularer Analysen, moderner Bildgebung und künstlicher Intelligenz in die klinische Versorgung überführen lassen.
Durch die systematische Verknüpfung molekularer Analysen, moderner Bildgebung und KI-basierter Entscheidungsmodelle trägt das Projekt zur Entwicklung neuer, datengetriebener Therapieansätze bei, die über etablierte Standardbehandlungen hinausgehen.
Das Projekt vereint komplementäre Expertise aus Endokrinologie, Radiologie, Epidemiologie und Informatik und fördert die enge Zusammenarbeit über institutionelle Grenzen hinweg. Die entwickelten Analyse-Pipelines, Biobanken und klinischen Entscheidungshilfen schaffen eine nachhaltige Infrastruktur, die auch für künftige Forschungs- und Versorgungsprojekte genutzt werden kann.
Damit positioniert LOOBesity Zürich als starkes Zentrum für translationale Adipositasforschung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien im Bereich metabolischer Erkrankungen.
Stoffwechsel/Energiehaushalt
Das Konsortium

Felix Beuschlein, Universitätsspital Zürich, Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährung .

Katrien De Bock, ETH Zürich, Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie.

Thomas Frauenfelder, Universitätsspital Zürich, Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie.

Ender Konukoglu, ETH Zürich, Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik.

Milo Puhan, Universität Zürich, Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention.

