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AI-Tumor Board

Künstliche Intelligenz für bessere Entscheidungen in der Krebsbehandlung

Ziel: Entwicklung eines KI-gestützten Dashboards zur Unterstützung personalisierter Behandlungsentscheidungen in Tumor Boards

In den letzten Jahren hat die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) enorme Möglichkeiten eröffnet, das Gesundheitswesen zu verändern. Ein besonders vielversprechendes Projekt in diesem Bereich ist das „AI Tumor Board“, geleitet von Expertinnen und Experten des Universitätsspitals Zürich (USZ), des Kinderspitals Zürich (Kispi) und der Universität Zürich (UZH). Ziel des Projekts ist es, eine KI-gestützte Plattform zu schaffen, die Onkologinnen und Onkologen wichtige Informationen für personalisierte Behandlungsentscheidungen bei Krebspatientinnen und -patienten liefert. Durch die Nutzung medizinischer Richtlinien und routinemässig erhobener klinischer Daten bietet das AI Tumor Board eine neue Möglichkeit, Patientendaten zu analysieren und die wirksamsten Behandlungen vorherzusagen.

Ausgewählte Forschungsergebnisse

Im Jahr 2025 wurde ein zentraler Meilenstein erreicht: Ein speziell für die Onkologie entwickeltes Sprachmodell kann unstrukturierte klinische Daten aus Berichten und Freitexten automatisch in eine klare, standardisierte Form überführen. Dazu zählen Diagnosen, Tumorstadien (TNM-Stadien gemäss dem international etablierten System zur Beschreibung der Ausdehnung und des Schweregrads solider Tumoren), Behandlungen und Therapieansprechen. Damit schafft es eine wichtige Grundlage für die KI-gestützte Auswertung von Patientendaten.

Die Leistungsfähigkeit dieses Ansatzes wurde anhand eines umfassenden Onkologiedatensatzes des Universitätsspitals Zürich (USZ) mit Daten von 2’049 Patientinnen und Patienten sowie internationalen Vergleichsdaten überprüft und in der Fachzeitschrift Scientific Reports publiziert.

Bedeutung für den Forschungsplatz

Das AI-Tumor Board verbindet klinische Expertise mit moderner KI-Forschung. Durch die Integration etablierter Leitlinien mit realen Patientendaten entsteht eine evidenzbasierte Entscheidungsunterstützung, die neue Massstäbe in der onkologischen Versorgung setzen kann.

Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung der Krebsmedizin und zur Umsetzung personalisierter Therapien am Forschungsstandort Zürich.

Onkologie

Das Konsortium

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Michael Krauthammer, Universität Zürich, Institut für Quantitative Biomedizin.

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Andreas Wicki, Universitätsspital Zürich, Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie .

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Jean-Pierre Bourquin, Universitäts-Kinderspital Zürich, Onkologie.

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Gabriele Gut, Universitätsspital Zürich, Klinik für Radio-Onkologie & Medizinische Onkologie.

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Ana Claudia Sima, Schweizer Institut für Bioinformatik.

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Fabio Steffen, Universitäts-Kinderspital Zürich, Onkologie.

Dieses Projekt wird ermöglicht durch die Promedica Stiftung.