
StimuLOOP
Sensomotorische Präzisions-Neuro-Rehabilitation durch personalisierte Stimulationsschleifen
Neurowissenschaften
Problem: Starke Beeinträchtigung des Gangbilds bei Patientinnen und Patienten nach Schlaganfall oder mit Parkinson-Erkrankung
Ziel: Personalisierte Neurorehabilitation, die sensorische Stimulation mit Gedächtniskonsolidierung im Schlaf kombiniert
StimuLOOP einfach erklärt
Im Schlaf wieder gehen lernen
- Kombiniert visuelles Echtzeit-Feedback-Training mit akustischer Stimulation im Schlaf
- Hilft, neu erlernte Bewegungsmuster nach Schlaganfall oder bei Parkinson dauerhaft zu verankern
- Leitung: Andreas Luft (USZ/cereneo), Roger Gassert (ETH Zürich)
Das Forschungsteam um Andreas Luft und Roger Gassert untersucht, wie Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall oder mit Parkinson ihr Gangbild gezielt und nachhaltig verbessern können. Ziel ist es, individuelle motorische Defizite präzise zu erfassen und personalisierte Rehabilitationsstrategien zu entwickeln, die den Alltag der Betroffenen erleichtern.
Im Projekt StimuLOOP kommen neuartige technologische Ansätze zum Einsatz: eine personalisierte visuelle Feedback-Methode unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, ein individuell angepasstes Gangmuster zu erlernen. Zusätzlich wird eine Kombination gezielter akustischer Reize während des Schlafs genutzt, um neu erlernte Bewegungsmuster zu stabilisieren und langfristig zu konsolidieren.
In einer frühen Projektphase wurden die verschiedenen StimuLOOP-Module systematisch aufeinander abgestimmt: eine detaillierte Ganganalyse, die Entwicklung eines Trainingsaufbaus mit realistischem visuellem Feedback sowie die Entwicklung eines akustischen Stimulationssystems, das mit EEG-Signalen während des Schlafs synchronisiert ist. Auch krankheitsspezifische Aspekte wurden berücksichtigt, etwa Bewegungsblockaden bei Parkinson-Patientinnen und -Patienten.
Bedeutung für die medizinische Forschung
StimuLOOP leistet einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung Zürichs als Forschungsstandort im Bereich der translationalen Neurorehabilitation. Der innovative Ansatz, personalisiertes Neurofeedback und Stimulationsmethoden systematisch mit datengetriebener Analyse, Schlafphysiologie und klinischer Forschung zu verknüpfen, ist international wettbewerbsfähig und positioniert Zürich als führendes Zentrum an der Schnittstelle von Neurowissenschaften, Ingenieurwesen und Präzisionsmedizin.
Das Projekt stärkt die institutionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsspital Zürich, der ETH Zürich und weiteren Partnern und trägt wesentlich zur Entwicklung gemeinsamer methodischer Standards bei – insbesondere bei der Erfassung, Analyse und Interpretation komplexer Bewegungs- und Schlafdaten. StimuLOOP eröffnet damit nicht nur neue therapeutische Perspektiven für Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall oder Parkinson, sondern stärkt Zürich auch als leistungsfähiges und zukunftsorientiertes Forschungsumfeld in der klinischen Neurorehabilitation.
Neurowissenschaften
Das Konsortium

Andreas Luft, Universitätsspital Zürich, Klinik für Neurologie.

Roger Gassert, ETH Zürich, Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie.

Christian Baumann, Universitätsspital Zürich, Klinik für Neurologie.

Reto Huber, Universitäts-Kinderspital Zürich, Entwicklungspädiatrie.

Olivier Lambercy, ETH Zürich, Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie.

William Taylor, ETH Zürich, Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie.

Julia Vogt, ETH Zürich, Departement Informatik.
Junior PIs: Chris Awai (Lake Lucerne Institute), Meret Branscheidt (Klinik für Neurologie, USZ), Angelina Maric (Klinik für Neurologie, USZ)
Dieses Projekt wird durch die Vontobel Stiftung ermöglicht.

