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INTeRCePT

Blutkrebs personalisiert behandeln

Onkologie

Problem: Hohe Rückfallrate und Entwicklung von Therapieresistenz bei Blutkrebsbehandlung

Ziel: Rückfallrate durch optimierte Behandlungsstrategien auf Basis der molekularen Signatur von Tumor- und Immunzellen reduzieren

Onkologie

INTeRCePT einfach erklärt

Personalisierte Behandlung von Blutkrebs

  • Analysiert Tumor- und Immunzellen von Blutkrebs-Patientinnen und -Patienten auf Einzelzellebene
  • Entwickelt daraus einen einfachen Klinik-Test: den INTeRCePT-Assay
  • Ziel: 50 % mehr Patientinnen und Patienten sprechen auf ihre Therapie an
  • 2025: weltweit einzigartiger Datensatz mit über 1000 Proben von 200+ Lymphom-Patientinnen und -Patienten

Trotz moderner Therapien erleiden viele Patientinnen und Patienten mit Blutkrebs Rückfälle oder entwickeln Resistenzen. INTeRCePT will das ändern – mit einem genauen Blick auf die molekulare Vielfalt von Tumor- und Immunzellen.

Das Team um Thorsten Zenz (Universitätsspital Zürich) hat dafür in Zürich eine «Innovationsklinik» für Patientinnen und Patienten mit Rückfall aufgebaut. Durch die Analyse von Tumor- und gesunden Blutzellen auf Einzelzellebene entsteht eine detaillierte Landkarte des Therapieansprechens – die Grundlage für einen neuen, deutlich einfacheren Test: den INTeRCePT-Assay. Trotz reduzierter Komplexität soll er Onkologinnen und Onkologen alle relevanten Informationen liefern. Das Ziel: 50 % mehr Patientinnen und Patienten sprechen auf ihre Therapie an.

2025 wurde dafür ein weltweit einzigartiger Datensatz aufgebaut: über 1000 Proben von mehr als 200 Lymphom-Patientinnen und -Patienten, unter anderem im Rahmen von CAR-T-Zell-Therapien. Erste prognostische Biomarker konnten bereits identifiziert werden. 2026 werden die letzten Patientinnen und Patienten der INTeRCePT-2.0-Studie rekrutiert – und legen damit den Grundstein für die Folgestudie INTeRCePT 3.0.

Bedeutung für die medizinische Forschung

Das Präzisionsmedizin-Konzept von INTeRCePT hat sich als so wirkungsvoll für die Weiterentwicklung der Präzisionsonkologie erwiesen, dass darauf aufbauend das Folgeprojekt INTeRCePT 3.0 initiiert wurde. Die detaillierte Analyse dynamischer Veränderungen von Tumorzellen und ihrer molekularen Reaktion auf die Behandlung liefert wichtige Erkenntnisse für die Planung individualisierter Therapien über ein breites Spektrum von Krebserkrankungen hinweg.

Diese Erkenntnisse fliessen direkt in die Entwicklung optimierter Therapieansätze ein und tragen dazu bei, die Erfolgsraten von Krebsbehandlungen weiter zu verbessern. Mit INTeRCePT und dem daraus entstandenen Folgeprojekt INTeRCePT 3.0 wird Zürich zudem international positioniert.

Assoziiertes Projekt: Helmut Horten Jubiläumsprojekt

Präzisionsmedizin und translationale Forschung eröffnen bessere individualisierte Behandlungsmöglichkeiten für Patienten und Patientinnen.

Patienten und Patientinnen können an einem Programm für Präzisionsmedizin im Tessin und Zürich teilnehmen, das auf seltene Lymphome fokussiert. Das sind Tumore im lymphatischen System, die mit Immundefekten, Infektionen und Entzündungen zusammenhängen.

In dieser Erweiterung des Projekts INTeRCePT untersuchen Experten aus Zürich und Bellinzona folgende Fragestellung: Wie werden Tumore im lymphatischen System und das Immunsystem durch normale Funktionsweisen des Immunsystems, durch Viren und durch gängige Krebsmedikamente moduliert?

Die Analyse von molekularbiologischen Reaktionen in einer extrem hohen Auflösung macht es möglich die Wirkung von Medikamenten und von Immunzellen einzuschätzen und diese mit dem molekularen Zustand der Zelle zu verknüpfen. Eiweisse können auf der Oberfläche und im Zellinneren von Millionen von Zellen gleichzeitig und auf Einzelzell-Ebene bestimmt und anschliessend durch Computeralgorithmen zugänglich und verständlich werden. Bei Immunzellen lassen sich so potentiell gefährliche Immunzellen und normale Immunzellen identifizieren. Ganz im Sinne moderner translationaler Forschung werden dann Strategien entwickelt, um gezielt erwünschte Immunfunktionen gegen Tumore einzusetzen.

Die Zusammenarbeit von Experten der Universität Zürich, der ETH Zürich, dem Universitätsspital Zürich, dem Universitätskinderspital Zürich, der Universitätsklinik Balgrist und der Psychiatrische Universitätsklinik Zürich und den Tessiner Forschungszentren Institute for Research in Biomedicine (IRB) und Institute of Oncology Research (IOR) stellt eine einzigartige Verzahnung von Expertise dar.

Ermöglicht wird dieses translationale und multidisziplinäre Forschungsprojekt durch die grosszügige Unterstützung der Horten Health Foundation.

Onkologie

Das Konsortium

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Thorsten Zenz, Universitätsspital Zürich, Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie .

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Burkhard Becher, Universität Zürich, Institut für Experimentelle Immunologie.

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Niko Beerenwinkel, ETH Zürich, Institute for Biomedical Engineering.

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Jean-Pierre Bourquin, Universitäts-Kinderspital Zürich, Onkologie.

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Wolfgang Huber, EMBL Heidelberg.

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Stefanie Kreutmair, Universitätsspital Zürich, Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie .

Moor Andreas

Andreas Moor, ETH Zürich, Department of Biosystems Science and Engineering.

Snijder

Berend Snijder, ETH Zürich, Institute of Molecular Systems Biology.